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Moskau

Donnerstag, 02.09.2010

 

Ort: Moskau

In einem bekannten Lied wird die Schönheit Russlands und besonders Moskaus gelobt. Diesen Eindruck können wir nach dem heutigen Tag alle nur bestätigen – Moskau ist wirklich eine schöne Stadt. Begonnen hat unser Tag nach einer sehr angenehmen Nacht in bequemen Betten, auch wenn wir zu zehnt (bzw. zu sechst) in einem Zimmer geschlafen hatten. Nach einem gemütlichen Frühstück, zu dem es Butter und Kräcker aus den Frühstückspaketen der Transsibirischen Eisenbahn sowie weitere Reste aus Einkäufen in China und/oder Irkutsk gab, machten wir uns auf den Weg zur Stadterkundung. Da wir nach 4 Tagen Zugfahrt uns erst wieder langsam ans Laufen gewöhnen müssen, buchten wir eine zweistündige Bustour. Unser Tourguide Leonid war einsame Spitze: Sein ungeheures Wissen kann er im Schlaf und so verriet er uns die gesamten zwei Stunden ohne Unterbrechung und vor allem ohne Luft zu holen mit geschlossenen Augen sämtliche Details über Moskau und die „very interesting monuments on the left and the right site“, angefangen vom Baudatum bis hin zu Kauf- und Mietpreisen der entsprechenden Appartements. Wenn erlaubt, hielt unser Bus auch und wir hatten einige Minuten Zeit um auszusteigen, einer shorten Story Leonids zu lauschen und schließlich noch schnell ein paar Fotos zu machen, bevor pünktlich der Bus wieder weiter fuhr. Wenn ein Aussteigen oder gar Anhalten aufgrund der strengen Haltevorschriften nicht möglich war, warnte Leonid und rechtzeitig vor, damit wir dann auch die Kameras bereit hatten. So vergingen zwei sehr kurzweilige Stunden, deren Fazit ist, dass die meisten Gebäude wohl in der Sowjetzeit, vornehmlich 1960, entstanden sein müssen und Appartements sehr teuer sind. Nach dieser Sightseeingtour durch Moskau hatten wir wieder Freizeit, die sehr unterschiedlich genutzt wurde. Eine Gruppe suchte eine auch in Deutschland sehr bekannte Fastfoodkette auf und fühlte sich dort gleich sehr wohl – gab es am Eingang doch endlich mal wieder Sicherheitsschleußen (um der Piepen oder auch nicht sich zwar niemand kümmerte, aber allein das Gefühl, durchzulaufen, hatte seit Peking doch sehr gefehlt.) Nach der Stärkung besichtigten wir dann noch einige orthodoxe Kirchen, shoppten Souvenirs bei den zahlreichen Ständen und bummelten durch die Moskauer Fußgängerzone. Nicht zu vergessen: Natürlich schossen wir touri-mäßig auch noch ordentlich Erinnerungsfotos vor den verschiedenen imposanten Bauwerken, immerhin war es der vorletzte Tag und damit die vorletzte Gelegenheit, ungenutzen Platz auf der Speicherkarte noch auszureizen. Und ein Foto in roten Jacken auf dem roten Platz muss einfach sein! Um 19 Uhr nahmen wir dann gemeinsam unser letztes Abendessen dieser Reise ein. Zur Feier des Tages gingen wir in ein Selbstbedienungsrestaurant im GUM, das ist Moskaus bekanntestes Einkaufshaus. Das Essen war lecker und so konnten wir noch einmal frisch gestärkt ins Moskauer Nachtleben aufbrechen, um die bekannten Gebäude noch einmal angestrahlt zu erleben. Einige verfolgte auch eine Probe für eine große Militärshow, die am Wochenende auf dem roten Platz stattfindet, mit. Müde trudelten nach und nach schließlich wieder alle im Hostel ein, um ein nun wirklich allerletztes Mal die 1000 Sachen in die Rucksäcke und Koffer zu verstauen, bevor es morgen heißt: Bye bye Moskau, bye bye Reise, hallo Deutschland!

 

Freitag, 03.09.2010

 

Ort: Moskau - Köln-Bonn - Freiburg

3. September 10 Letzter Tag, Abreisetag, Tag der gemischten Gefühle. Heute sollte das große Abenteuer China- und Transsibreise also zu Ende gehen. Irgendwie schwer zu glauben, dass heute nun alles vorbei ist. Gemischte Gefühle bei den Reisenden: Einerseits Freude, die Lieben zu Hause wiederzusehen, andererseits genug von der Reise, andererseits Trauer, dass es schon vorbei ist. Bereits am gestrigen Abend hatten wir wieder die Rucksäcke und Koffer gepackt, mittlerweile bereits mit großer Routine. Einige sortierten noch ein wenig aus, so blieben zum Beispiel undichte Schuhe einfach in Moskau zurück, oder die restlichen Klopapierrollen, die wir für die Transsib gekauft hatten. Wir standen früh auf, um noch einmal kräftig Reste zu essen und die restlichen Sachen einzupacken. Irgendwie war es, als würden wir einfach nur wieder zur nächsten Etappe aufbrechen – wir checkten aus und gingen zur Metrostation. Der Regen hatte glücklicherweise mittlerweile nachgelassen. Nach einer Metro- und Zugreise kamen wir dann mit noch viel Zeitpuffer am Flughafen an und suchten den richtigen Schalter zum Einchecken. Bei der Gepäckaufgabe wurde es dann noch einmal ordentlich spannend: War das jeweilige Gepäck unter 20 kg oder etwa drüber? Bei den meisten reichte es, manche waren von ihrem niedrigen Gewicht überrascht, einige schafften es gerade so, drunter zu sein. Wer drüber war, wiegte zusammen mit anderen oder räumte ins Handgepäck um. Die nette Frau am Schalter war dabei sehr geduldig und vor allem: Kommunikation war kein Problem, denn sie sprach Deutsch! Nachdem das Gepäck weg war, verließen wir das Russland bei der Passkontrolle. Hongke wurde noch einmal ganz genau kontrolliert, bis schließlich auch er ausreisen durfte. Im Duty-Free-Bereich bestand noch einmal die Gelegenheit, kräftig einzukaufen – Zigaretten, manchen Alkohol oder andere Mitbringsel. Tja, und dann hieß es Trinkflaschen, die nicht im Plastikbeutel waren, loswerden und ab in die Sicherheitskontrolle und dann ab zum Gate und zum Flugzeug: Wir stiegen nun also tatsächlich ins Flugzeug, das letzte Mal, das letzte Abenteuer, der Weg zurück nach Deutschland, in die Heimat, wir flogen zum Ende des Urlaubs. Der Flug war durch die rasante Flugweise des Piloten ein Erlebnis, aber schließlich landeten wir heil (wenn auch ein wenig unsanft) auf dem Flughafen in Köln-Bonn. Jetzt waren wir also zurück in der Heimat – als erstes daran merkbar, dass alle Schilder und Ansagen auf Deutsch waren und wir alles verstehen konnten. Die Herrschaften bei der Passkontrolle amüsierten sich über unsere Fotos und wünschten uns freundlich noch eine gute Weiterreise und einen schönen Tag. Kurz darauf kam auch schon unser Gepäck auf dem Band angefahren – erfreulicherweise musste keiner verzichten. Die Zollbeamten ließen uns auch durchlaufen und vertrauten uns, dass wir nichts Verbotenes einfuhren. Und dann wars vorbei. Die erste wurde abgeholt, der Rest ging zum Bahnhof, um zum Kölner Hauptbahnhof zu kommen. Eine fuhr direkt weiter nach Hause, für den Rest waren hier noch knapp 2 Stunden Aufenthalt, die die meisten erstmal zum Essen nutzten: Endlich wieder Currywurst, Bratwurst, Subway und anderes. Herrlich! Viele besuchten auch noch den nahegelegenen Kölner Dom, bevor 13 verbleibende Reise in den ICE nach Süden, und noch eine in einen Zug nach Norden stiegen. Die Zugfahrt war sehr angenehm und der Zug sogar pünktlich. Dank dem netten Herrn mit dem Getränkewagen mussten wir nicht auf vorbeifahrende Einkaufsmöglichkeiten während der Zugfahrt verzichten, an die wir uns in China und Russland so gewöhnt hatten. In Mannheim, Karlsruhe und Offenburg stiegen weitere aus, bis schließlich auch der Rest in Freiburg ankam.

An dieser Stelle möchten wir allen ganz herzlich danken, die uns im Vorfeld und auch während der Reise unterstützt haben. Allen voran unseren Sponsoren, aber auch unseren Familien und Bekannten, unseren Ärzten für die medizinische Betreuung, der Visumszentrale und nicht zuletzt Ihnen, liebe Leserinnen und Leser unseres Reisetagebuches, dass sie so treu und fleißig unsere Reise mitverfolgt haben, uns nette Grüße ins Gästebuch geschrieben haben, sich mit uns gefreut haben und Anteil genommen haben. Herzlichen Dank dafür und Ihnen allen alles Gute!!! Vielleicht sehen wir uns am 27. Oktober 2010 ab 20:15 Uhr in der Thomas-Morus Burse in Freiburg: Dort zeigen wir viele Fotos und berichten noch mehr von unserer Reise beim Abend der KHG Littenweiler/PH.