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Tag 27: Routine im Zug

Veröffentlicht am 03.09.2015

Am Montagmorgen begann unser letzter Tag in der Transsib mit einem Frühstück, das dem der letzten Tage ähnelte: Brot und russische Salami. Da sich die meisten der Gruppe beim Einkauf für die Transsib verschätzt hatten, verabredeten wir uns zum abendlichen Resteessen. Bis dahin sollte es aber noch ein paar Stunden dauern, in welchen man seine Zeit mit Lesen, Musik hören, spielen, schlafen, essen oder aus dem Fenster schauen zubrachte. Auch wenn der Tagesablauf im Grunde jeden Tag gleich und unspektakulär war, so wurde es dennoch nie langweilig in der Transsib. Für mich war es immer wieder sehr spannend die landschaftlichen Veränderungen zu beobachten und dadurch etwas zur Ruhe zu kommen. Wenn ich dann sozusagen meinen "Tank" an Zeit für mich wieder aufgeladen hatte, so war es jedes Mal schön mit den anderen der Gruppe zusammenzukommen und entweder rumzublödeln oder sich auch über ernste Themen zu unterhalten. Grad am letzten Tag wurde mir nochmal mehr bewusst, wie gut man sich zum Teil innerhalb der vier Wochen kennenlernen durfte und wie daraus mittlerweile auch Freundschaften entstanden sind. Und genau das kam dann auch beim abendlichen Restesessen zum Ausdruck: man könnte sagen, dass geradezu ein Fressfest veranstaltet wurde, bei welchem es sich 14 Personen unserer Gruppe in einem Abteil, so gut es ging, gemütlich gemacht hatten. Alles, was an Essen noch vorhanden war kam auf den Tisch. Über Hefezopf, Chalwa, Brot und Salami, bis hin zu Schokoriegeln und Erdnüssen. An dem Abend kam so gut wie alles an den Mann und das Abendmenü war von einer fröhlich, heiteren Schnapsrunde stets begleitet, was das Abendessen noch amüsanter machte, als ohnehin schon. Somit war der letzte Abend in der Transsib ein wirklich runder Abschluss, bevor wir uns auf die nächste und letzte Etappe in Moskau begaben.