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Tag 25: Von wegen Spätsommer: 2 Grad in Sibierien

Veröffentlicht am 03.09.2015

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Tag 24: Auf in Neues: Zugfahren

Veröffentlicht am 03.09.2015

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Tag 23: Die Ballade vom Baikal....

Veröffentlicht am 01.09.2015

Heute besuchte ein großer Teil der Gruppe das kleine Dorf Listvyanka am Baikalsee.

Die Hinfahrt gestaltet sich teilweise abenteuerlich. Mit Kleinbussen, den sogenannten Maschrutkas fahren wir schnell über eine geteerte Schlaglochpiste in das etwa 60km entfernte Örtchen. Zunächst führte uns der Weg durch die Stadt, dann durch hügeligen Wald und schließlich immer wieder am See vorbei. Leider gibt es im Moment am Baikalsee viele Waldbrände. Wir sehen diese nicht direkt, aber dichter, nebelähnlicher Rauch liegt über See und Land. So mutet der vom Zug aus so weite und klare See an, wie die nebelverhangene Ostsee.

Das Zentrum ist sehr touristisch angelegt. Auf einem Markt liegen Lebensmittel und der für den Baikalsee typische Lachs, Omul, direkt neben kitschigen Souveniers. Als besonders lustig bleiben mir zwei Fischverkäuferinnen in Erinnerung, die zunächst in Marktschreiermanier den "sehr guten", geräucherten Fisch vom See anpriesen, um uns, nachdem sie merkten, das wir Ausländer sind, im gleichen Tonfall den gleichen Fisch als "schlecht" zu bezeichnen.

Vor kleinen Restaurants werden wir lautstark eingeladen, Reispfanne und Schaschlik zu kaufen. Das Essen wird auf Grills und in großen Pfannen direkt draußen zubereitet.

Das Wetter ist eher kalt und windig. Trotzdem lassen wir uns einen Spaziergang am Strand nicht entgehen. Wir lassen Steine springen, oder werfen sie einfach ins Wasser und einige lassen es sich nicht nehmen, im See baden zu gehen. Hinterher behaupten sie, es sei gar nicht kalt gewesen.

Etwas außerhalb des touristischen Zentrums besuchen wir die kleine russisch orthodoxe Kirche. Das hölzerne Gotteshaus ist schon von außen sehr bunt und wird von einem goldenen Zwiebelturm gekrönt. Im Inneren sind gerade einige Frauen dabei, den üppigen Blumenschmuck zu erneuern, der gut in die sehr bunte und von goldenen Ikonen geprägte Kirche passt.

Mit einer Maschrutka geht es dann wieder zurück nach Irkutsk.  

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Tag 23: Von Obst, Gemüse - und schon wieder Dumplings

Veröffentlicht am 01.09.2015

Es herrscht Morgenbetrieb in der Markthalle. Die letzten Stände öffenen gerade. Verkäufer fahren auf Wägelchen ihre Ware an. Die ersten Hausfrauen laufen mit prüfendem Blick von Stand zu Stand. Es gibt Essen, so weit das Auge reicht. Von Fisch und Fleisch über Milchprodukte, Brot und russischen Backwaren bis zu frischem Obst und Gemüse. Draußen vor der Markthalle findet der echte Bauernmarkt statt, wo noch die Babuschkas ihre Erzeugnisse im Vergleich zum Freiburger Münsterparkt zu Spottpreisen verkaufen. Nach einem reichhaltigen Frühstück bestehend aus frischer Milch, Obst und russischen Blätterteigtaschen gefüllt mit Fleisch und Zwiebeln gingen wir los, um die Stadt zu erkunden. Beeindruckend waren vor allem die vielen orthodoxen Kirchen mit all ihrer Pracht. Äußerst sehenswert war auch die Architektur der Stadt. Einderseits gibt es alte Holzbauten, von denen die meisten sich in schlechtem Zustand befinden. Vereinzelte neigen sich dermaßen zur Seite, dass man den Eindruck hat, sie könnten jeden Moment in sich zusammen fallen. Und es leben doch tatsächlich noch Menschen darin! Andere sind nur noch ein Holzhaufen. Es scheint sich niemand die Mühe zu machen, die Ruinen zu beseitigen. Andererseits schmücken große Prachtbauten die Straßen. Allegemein kann man wohl sagen, dass Irkutsk ein sehr nettes kleines russisches Städtchen ist, in dem man sich durchaus wohl fühlen kann. Es gibt köstliches Essen. Zum gemeinsamen Abendessen gab es zur Abwechslung mal wieder Dumplings, aber nun russische, die im Gegensatz zu den chinesischen nur mit Fleisch gefüllt sind. Das Wetter in Irkutsk im Sommer ist ausgezeichnet. Die sibirische Sonne ist doch einiges stärker, als man denkt. Mit den Bewohnern von Irkutsk machten wir auch trotz unser Unkenntnis des Russischen gute Erfahrungen. Man konnte sich immer irgendwie mit ein paar Worten Eglisch und Zeichensprache durchschlagen. Nett war die Begegnung mit einem Russlanddeutschen, der uns einfach auf der Straße auf Deutsch ansprach.Er ist in Niedersachsen aufgewachsen und studiert jetzt in Irkutsk. Nun sind wir alle gespannt auf den Baikalsee, zu dem wir morgen fahren werden.

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Tag 22: Endlich Irkutsk

Veröffentlicht am 01.09.2015

Die russische Taiga zieht am Fenster vorbei. Ein kleines, aber doch herzhaftes Frühstück, das den frühmorgendlichen Hunger stillt. Die Stimmung voll Vorfreude, es geht nach Irkutsk, mit 600.000 Einwohnern tatsächlich die kleinste Stadt auf unserer Reise. Doch noch bin ich in der Transsib auf dem Weg dorthin.

 

Nur wenige Stops noch bis Irkutsk. Und ja, nach ein paar spannenden Runden Skat, einer ruhigen Leseeinheit auf dem Ausklappbett im Abteil, erscheint hinter dem Fenster der Baikal-See. Ich sehe: Wasser, bis zum Horizont, gelgentlich ist der Ausblick durch Bäume zwischen der Zugstrecke und dem See unterbrochen. Wie schon am vorherigen Tag raubt mir der Anblick der Natur schier den Atem. Schließlich verschwindet das Wasser vom Fenster, macht Platz für Wald und Wildnis, in die ich zu gerne herausspringen würde, um für viele, wenn nicht gar den Rest meiner Tage dort zu sitzen.

Wir nähern uns dem Gleis, auf dem der Zug im Bahnhof von Irkutsk hält. Schnell stülpe ich mir meine löchrige Jeans über, um nicht mit der Jogginghose den langen Marsch durch die Stadt antreten zu müssen. Jeans und T-Shirt reichen durchaus bei sommerlichen Temperaturen von +20°C, mit dem schweren Gepäck jedoch gestaltet sich der dreiviertelstündige Marsch durch die russische Industriestadt als Tortur für den Leib.

 

Ich schwitze, als im ich Hostel ankomme. "The Best Hostel of Irkutsk", nicht übertrieben. Wahrlich luxoriös. Eine schöne Küche, offenes W-Lan - ohne Internetsperre für Facebook und Youtube -, schöne Zimmer. Vor allem im Internet tummeln sich an diesem Abend viele aus meiner Gruppe umher. Ich schreibe meinem besten Freund und lasse den Abend mit Musik - dank YouTube - ausklingen.

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